Neues Abenteuer 2019...

Freitag, 28.12.2018

Weiter geht die Welterkundung. Diesmal ins Land der Hobbits und Kiwis mit dem neuen Blog: moNZi2019.auslandsblog.de.

Viel Spaß!

Jahresrückblick

Donnerstag, 07.01.2016

Ein ganzes Jahr ist nun vergangen. Meinen Traum habe ich gelebt, nun ist es Zeit zurück ins wahre Leben zu gehen.

Ein Jahr voller atemberaubender Erlebnisse, traumhafter Orte und super Menschen. Doch meine Reise war nicht nur Vergnügen, denn auch eine wissenschaftliche Seite hatte die Reise: ich habe in der Zeit einige Mythen über Australien untersucht:

Mythos 1: In Australien ist es immer warm! -> FALSCH!!! 

Wie jeder, der den Blog verfolgt hat, weiß, ist das so ziemlich die größte Lüge aller Zeiten! Keine Ahnung, wer sie erfunden hat und warum, aber diese Person war defintiv nur an den richtigen Orten zur richtigen Zeit. Ich war an den anderen Orten und ich kann aus Erfahrung sagen: auch in Australien kann es sche*** kalt werden!!!

Mythos 2: In Australien gibts nur rote Erde und kein Grün! ->Teilweise WAHR!!!

Dieser Mythos ist immerhin fast wahr. Aber auch hier muss man an den richtigen Orten sein; doch immerhin an den für mich schönsten in Australien: Der Westen und das Outback. Hier ist wirklich kaum grün zu sehen und man kann kilometer weit in die Ferne blicken, ohne auch nur ein wenig wirkliches grün zu entdecken. Traumhaft!

Mythos 3: In Australien gibt es eine bunte Tierwelt! -> Definitiv WAHR!!!

Die Tierwelt in Australien ist atemberaubend! Egal ob "gefährliche" Tiere wie Schlangen und Spinnen oder knuffige, kuschelige wie Kängurus und Koalas; die Tierwelt ist beeindruckend! Jedes mal ein tolles Erlebnis eines dieser Tiere zu sehen, selbst wenn man einige leider nur noch im Zoo sehen kann. Doch die Vielfalt und die Farben, die sich einem hier bieten, lassen einen nur staunen! Allein die Vielzahl an Vögeln und Schmetterlingen mit ihren prachtvollen Gewändern verschlagen nicht nur Ornithologen die Sprache. Doch Australien hat noch viel mehr zu bieten. Eine ganze Liste von Tieren könnte ich aufzählen, doch für mich sind und bleiben immer noch diese drei Tiere meine absoluten Favoriten:

Kängurus/Wallabys, Koalas, und natürlich Platypus!!!

Mythos 4: In Australien begegnet man an jeder Ecke tödlichen Tieren! -> Defintiv FALSCH!!!

In dem gesamten Jahr, in dem ich in Australien war habe ich vielleicht 5 Schlangen und vielleicht ein Dutzend Spinnen gesehen, die anderen "tödlichen" Tiere, die (angeblich) in Australien vorkommen, so ziemlich gar nicht. Und auch von den wenigen, DIE ich gesehen habe, waren die meisten nicht einmal gefährlcih für den Menschen. Und jeder der mich kennt weiß: ICH HAB WIRKLICH AN JEDER ECKE NACH DEN TIEREN GESUCHT!!!

Mythos 5: Die gefährlichsten Tiere in Australien sind Spinnen und Schlangen! -> FALSCH!!!

Jeder, der schon einmal in Australien war wird mir jetzt recht geben...die gefährlichsten Tiere, die es hier gibt, sind defintiv FLIEGEN! Viele denken jetzt an ihre lieben, etwas nervigen Fliegen zu Hause, die wie bescheuert ständig gegen die Scheibe fliegen. Doch die australischen Fliegen sind nicht so dumm wie die deutschen, diese Fleigen sind gefährliche Killer...

Ihr Gift: NERVENGIFT.

Ihre bevorzugten Angriffsziele: AUGEN, MUND, NASE, OHREN

Ihre stärkste Waffe: SIE KÖNNEN FLIEGEN!

Während deutsche Fliegen nicht wirklich wissen, wohin sie fliegen sollen, wissen australische Fleigen genau, was sie wollen und riskieren alles, um dran zu kommen. Sie fliegen zielstrebig in deine Augen, Nasenlöcher, Ohren und deinen Mund und lassen sich auch nicht vertreiben. Selbst wenn man sie weg schlägt kommen sie immer wieder zurück und lassen nicht los. Ganz im Gegenteil, sie holen Verstärkung und greifen taktisch klug an, indem einige als Ablenkung deine Beine und Arme angreifen während andere weiter gezielt die bevorzugten Angriffsziele attakieren. Dabei killen sie nach und nach deine Nerven, bis du so betäubt bist von diesem Gift, dass du sie einfach machen lässt und nur noch hoffst, dass du die Fliegen nicht einatmest oder verschluckst... DAS, meine Lieben, ist defintiv das gefährlichste Tier in Australien!!!

Mythos 6: In Australien ist alles egal! -> WAHR!!!

Planung und Termine sind zwei Dinge, die man in Australien getrost vergessen kann. Und auch sonst spielt das Leben hier eine andere Musik. Alles ist irgendwie lässiger. Dinge passieren, aber keiner regt sich wirklich drüber auf. Auch ich habe diese Einstellung recht schnell übernommen, denn wenn man sich den Blog noch einmal genauer durchliest ist eines der häufigsten Aussagen, die ich in diesem Jahr getroffen habe diese:

"Was soll's..."

Ich denke, dass sagt dann wohl alles... ;)

 

So. Ich sage dann jetzt mal tschüss. Das ist dann wirklich das Ende meiner Reise und somit auch meines Blogs. Ich hoffe ihr hattet Spaß meine Reise mit mir zu erleben. Danke für eure Rückmeldungen und tollen Kommentare in dieser Zeit und bis bald.

Lieben Gruß

Eure Monika

Fiji - Nadi

Donnerstag, 07.01.2016

Pünktlich zum Jahresende war ich auf Fiji gelandet und verbrachte mein Silvester mit Dutzenden Fremden bei einer tollen Beachparty. Obwohl mir zuerst so gar nicht nach feiern zu Mute war ließ ich mich dann doch auf den Spaß ein und genoss die Silvesternacht in Shorts und T-Shirt mit Tanz- und Feuershow und einem tollen Feuerwerk unter Palmen. Eine lustige Nacht mit neuen Leuten, die einen direkt freundlich begrüßten und mitfeiern ließen.

Die restlichen Tage waren dann so ähnlich wie meine ersten Tage auf meiner Reise. REGNERISCH! Traumhaftes Fiji? Nicht in dieser Woche! Das neue Jahr war voller Regen, lediglich Samstag kam die Sonne raus,und da aber ordentlich, allerdings NACHDEM ich auf der Liege eingeschlafen bin... Ein heftiger Sonnenbrand, vor allem an den Stellen, die sonst durch die Shorts und die Tanktops verdeckt waren, färbte meine Haut innerhalb der wenigen Stunden krebsrot... Kann ja keiner Ahnung, dass aus einem dunkelgrauen Himmel plötzlich blauer Himmel wird... Naja, was soll's, Aloe Vera hat es dann auch hinbekommen, dass es nach zwei Tagen nicht mehr gebrannt hat...

Einen weiteren Versuch mich in der Sonne zu entspannen wagte ich am Dienstag. Da man ein wenig Sonne am Morgen erahnen konnte hieß es Sonnencreme drauf und ab auf die Liege. Immer wieder kam die Sonne für einige Minuten raus im Wechsel mit dem Regen, der immer wieder einsetzte. Am Anfang nur ein leichtes Tröpfeln, dass mich - anders als alle anderen - noch nicht von meiner Liege vertrieb.

Doch nach einer Stunde musste auch ich den Kampf aufgeben, als ich komplett durchnässt in den dunkelgrauen Himmel über mir blickte. OK, dann halt nicht: dann halt wieder rein. Enttäuscht, aber doch gelassen setzte ich mich wieder an mein Buch und genoss dann ein kleines Mittagessen. Und dann, tatsächlich: blauer Himmel... Ich schaute mich um, ob in der Ferne dunkle Wolken zu sehen sind und entschied, dass es einen weiteren Versuch wert war. Und wirklich: die Sonne blieb bis zum Abend. Das nenn ich doch mal perfektes Fiji...

Die restlichen Tage waren mit viel Regen verbunden. Ein nicht so toller Start ins Jahr. Aber was soll ich sagen: mein Jahr 2015 ist halt vorbei und das Leben hat mich wieder... Ist wohl die "angenehme" Vorbereitung auf die Heimat. Zwar noch entsprechend recht warm, aber nur Regen. Nächste Stufe: Deutschland: Regen und kalt...was freu ich mich schon drauf... :(

Nun sitze ich hier - mal wieder mit Regen im Hintergrund - und warte auf meinen Flug heim. Knapp 30 Stunden Flug liegen vor mir. Dieses mal geht es in die andere Richtung um die Welt. Nadi -> Los Angeles -> London -> Düsseldorf. Und schon einmal eine Warnung, falls ich in Düsseldorf nicht ankommen sollte: Ich wurde entweder erschossen oder festgenommen, weil ich in den USA nach einem Stempel in meinem Reisepass gefragt habe ;)

Der Abschied

Donnerstag, 31.12.2015

Brisbane Airport. Eine Stunde vor check-in. Nein, noch nicht ganz nach hause, aber raus aus Australien. Raus aus dem tollsten Kontinent der Welt und raus aus einem Traum, den ich ein Jahr lang leben durfte!

Der Abschied fiel echt schwer. Die letzten Tage waren mit viel Schmerz verbunden. Physisch aber vor allem psychisch.

Am Montag gab es den großten physischen Schmerz. Ein letzter Ausritt auf Ronnie war angesagt. Diesmal ritt ich mit Ciara aus. Ein tolles Gefühl so in Ruhe miteinander aus zu reiten, ein wenig zu quatschen und den Sonnenuntergang zu beobachten. Die Idylle war perfekt bis zur letzten Minuten. Denn da passierte, was natürlich passieren musste. Im vollen Galopp merkte Ronnie plötzlich, dass er nicht alleine war und fing an zu bocken. Mit dem ersten plötzlichen Richtungswechsel hatte ich noch gerechnet und konnte mein Gewicht noch auf die andere Seite verlagern, womit ich nicht gerechnet habe war der Wechsel in die andere Richtung, der eine Sekunde später folgte. Schon in der Sekunde in der Ronnie in die andere Richtung bockte wusste ich, dass ich mich nicht im Sattel halten kann und bereitete mich auf den Flug vor. Die Landung war nciht grade angeneh, aber keine Sorge, ich habe genug Aktionfilme wie Mission Impossible, James Bond und wie die anderen alle heißen gesehen, um zu wissen wie man aus einem fahrenden Wagen springt. Vom Pferd fliegen ist nicht so viel anders; nur ein klein wenig höher. Ich konnte rechtzeitig die Zügel loslassen um nicht Ronnie auch noch auf mich drauf zu ziehen, die Füße lösen sodass ich nicht hängen bleibe und konnte mich bei der Landung entsprechend abrollen, um schlimmeres zu verhindern. Das Ende des Liedes: ein schnaufender Ronnie, eine noch mehr schnaufende Monika und eine kleine Abschürfung am Rücken, die Gott sei Dank nicht sehr schmerzhaft ist. Ich habs zwar selbst nicht gesehen, aber wenn das nicht filmreif war, dann weiß ich auch nicht!

Die restlichen Tage waren mit sehr viel Trauen verbunden. Schon am Samstag zuvor fing Ron an zu weinen als ich ihm erklärte, dass ich am Mittwoch gehen würde. Auch mir kamen da schon die Tränen, aber noch hatten wir da ein paar Tage und es würde genug Zeit zum weinen bleiben.

Am Dienstag kamen mir dann wieder fast die Tränen. Wir waren grade beim Training.Richard brachte das Equipment raus während ich Neil holte. Als ich da war kam grade Lorraine von der Fütterung von Annie und Patrick und berichtete, dass Patrick mal wieder einen Weg hinaus gefunden hatte und mal wieder einen Nachtspaziergang eingelegt hat. Diesmal zu den Nachbarn... Richard machte sich also auf den Weg um ihn wieder zu holen, ich machte mich in der Zeit dran Neil vorzubereiten. Ich fing an und arbeitete mich bis zuden Schonern, die normalerweise Richard festmachte. Da er allerdings noch nicht zu sehen war befestigte ich auch die und machte anschließend auch den Wagen fest. Als er wieder kam fragte ich nochmal nach, ob ich den Wagen auf die richtige Länge angeschnallt hab und er bejate. "Juhu, bin stolz auf mich" meinte ich voller Freude, da ich mir beider Sache nie sicher warbei den Pferden. Als Antwort darauf kam von Richard: "Du kannst wirklich stolz auf dich sein. Ich hatte hier schon so viele Mädels und die haben auch fast immer mit bei der Vorbereitung geholfen aber noch keines hat das Pferd ganz alleine vorbereitet. Und du bist auch die erste, der ich so viel vertraue, dass ich das ganze auch gar nciht mehr nachprüfe." Das war für mich ein absolut tolles Kompliment und ich musste mich echt zusammenreißen.

Gestern kam dann das nächste Kompliment. John, Richards Bruder, kam gegen Mittag vorbei und nahm Ron mit zum Mittagessen. Pünktlich zur Abfahrt zu meinem letzten Rennen waren sie wieder da und John verabschiedete sich von mir. Nach einer großen Umarmung dankte er mir, dass ich mich so gut um Ron gekümmert hab und sagte mir, dass Ron beim Essen geweint hätte und meinte, ich wäre das beste Mädel gewesen, dass sich bisher um ihn gekümmert hat. Und auch als ich mich von Ron verabschiedete dankte auch er mir und brach wieder in Tränen aus. Das war so süß. Ein echt schwerer Abschied!

Und jetzt, tja... jetzt sitze ich hier am Flughafen, warte auf meinen Flug auf die Fijis, wo ich noch mal eine Woche entspannen werde, und denke an die tolle Zeit zurück, die ich hier hatte.

Ich werde dich vermissen Australien! Aber ich werde defintiv wieder kommen!

Und, obwohl es noch ein wenig früh ist wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bei mir wird es 12 Stunden vorher der Fall sein, daher werd ich mich dann morgen mittag melden, wenn ich hoffentlich am Strand in der Sonne brutzle ;)

Tamborine - Woche 8

Sonntag, 27.12.2015

Woche acht auf dem Pferdegestüt. Was soll ich nach dieser langen, doch viel zu schnell vorüberfliegenden Zeit noch sagen. Die Woche war aufregend wie immer. Die Arbeit mit den Pferden macht immer noch Spaß wie am ersten Tag und ist auch mal wieder Hauptbeschäftigung für mich. Neben dem Trainieren gibt es diese Woche nicht sehr viel zu berichten.

Am Mittwoch habe ich endlich mein Auto verkauft, wurde auch echt Zeit, das ich ja nicht mehr ganz so viel Zeit hier habe…

Donnerstag ging es wieder zum Rennen. Ein diesmal etwas anderes, da diesmal zwei unserer Pferde in einem Rennen gelaufen sind. Doch vorab ging Bart ins Rennen, der einen guten 5. Platz machte. Danach ging es für Barney und Wassa ins Rennen. Bevor die Pferde hinaus gingen gab es ein großes Meeting, wo Richard mit den beiden Fahrern Isobel und Gary einen Schachtplan besprach, schließlich kann nur einer als erstes ins Ziel gehen. Beim Start lief allerdings schon alles nicht ganz wie geplant. Zwar konnte sich Wassa an die Spitze setzen, Barney allerdings schaffte es nicht sich hinter im einzureihen und konnte das Feld somit nicht blocken. Die gesamte Länge über führte Wassa das Feld an, dicht gefolgt von Pferd mit der Nummer 2, der neben Wassa auf der Außenbahn lief. Im Schlussspurt ging es dann zur Sache. Wassa kämpfte mit Nr.2 einen bitterlichen Kampf und musste sich am Ende leider geschlagen geben. Das Fotofinish musste entscheiden; nur knappe 10-15cm lag Wassa hinter dem Sieger und belegte somit Platz 2. Barney belegte den letzten Platz. Nachdem er im Start viele Plätze verloren hatte machte es keinen Sinn, ihn am Ende anzutreiben. Daher lief er entspannt aus und endete auf dem letzten Platz. Ein tolles, wenn auch etwas stressiges Rennen.

Freitag, der 25.12.; Weihnachtstag. Nach der Morgenfütterung frühstückte ich mit Ron. Ciara war bereits am Abend vorher zu ihrer Cousine gefahren und verbrachte somit nicht mit uns. Nach einer Dusche waren wir dann fertig zum gehen, als der Regen einsetzte. Na toll, dachte ich mir, das wird ja ein tolles Weihnachten. Wir warteten auf eine kleine Pause und dann ging es ins Auto und ab nach Brisbane zu Richards Tochter. Bereits nach wenigen Kilometern hörte es auf zu regnen und die Sonne kam hinaus. Es schien doch noch ein warmer Tag zu werden.

Nach einer Stunde kamen wir bei Emma an und es ging ans Geschenke auspacken für die Kinder. Harvey zog ein Geschenk nach dem anderen unter dem Weihnachtbaum und verteilte es an die 7 Kinder, die alle ungeduldig an dem Geschenkpapier zerrten. „Zerreiß es, zerreiß es!“ und „Schnell, schnell!“ kam immer wieder von Ingi, einer der Zwillingsschwestern. Die Zwillinge waren bei dem ganzen auch eher darauf bedacht die Geschenke zu öffnen denn zu schauen, was drin ist. Ein echt lustiges Schauspiel! Nach etwa einer Stunde war es dann soweit. Die Geschenke waren ausgepackt, die Kinder erst einmal zufrieden gestellt.

Nun ging es weiter zu der eigentlichen Weihnachtsfeier bei Marie-Anne. Wie mir bereits berichtet wurde, gab es dieses Jahr nur eine kleine Feier mit einem kleinen Teil der Familie. Als wir in Marie-Anne’s Haus ankamen begrüßten uns an die 20 Leute. Wow, nicht schlecht, dachte ich mir. Dominique nahm direkt Ron in Empfang und meinte, sie würde sich den Tag um ihn kümmern. Echt super, denn dadurch konnte ich die restliche Familie kennenlernen und mit ihnen quatschen. Eine tolle Familie, von denen noch lange nicht alle da waren. Mit Verwunderung stellte ich fest, dass selbst der „kleine Teil“ noch nicht komplett war… Immer wieder kamen mehr und mehr Familienmitglieder sodass wir am Ende an die 50 Leute waren. Das nenne ich mal einen „kleinen Teil“…

Wir aßen alle zu Mittag und gönnten uns anschließend eine große Portion Kuchen, Obst und andere Leckereien. Danach wurde noch ein wenig unterhalten, rumgealbert und den herrlichen Tag genossen. Ein super geiles Weihnachten!

Der Ausklang der Woche war dann mal wieder ruhig. Ein wenig Arbeit mit den Pferden, Säuberung der Wassereimer und dem Versuch, meinen Backpack zupacken… Ein schweres Unterfangen, aber ich hab es tatsächlich fast geschafft und bin fertig für meine letzte Reise, bevor es heim geht: eine Woche Fijis. Aber vorher sind noch einige Stunden, die ich auf dem Gestüt verbringen darf…

Merry Christmas

Donnerstag, 24.12.2015

Hallo zusammen.

Bei mir ist bereits der 24.12. daher wünsch ich euch allen schon mal ein frohes Weihnachtsfest. Habt eine tolle Zeit mit euren Liebsten.

Ich verbringe mein Weihnachten hier in Australien und genieße das warme Wetter :D

Lieben Gruß an alle :*

Bild der Woche 48

Sonntag, 20.12.2015

Am Mittwoch dieser Woche war wieder einmal Renntag angesagt. Drei Pferde gingen an dem Tag ins Rennen. Am morgen wurden erst einmal Patrick und Wassa trainiert. Blieb nur noch Neil, der eigentlich an den Jogger müsste. Da es sich allerdings nicht lohnt nur ein Pferd an den Jogger zu schnallen schlug ich Richard am Abend vorher vor, dass ich Neil stattdessen zu einem Ritt ausführe. Gesagt, getan. Am Morgen nach dem Training schnallte ich Neil den Sattel auf und brachte ihn zum Track. Wie immer war Neil nicht sehr begeistert vom „sich bewegen“, geschweige denn vom Joggen. Ein echter Kampf war das, ihn zu bewegen. Nach einer halben Runde fing er an zu bocken und zu steigen und weigerte sich jedes Mal weiter zu gehen, wenn man an den Ausgang kam. Erst nach etwa 10 Minuten konnte man immerhin auf der einen Seite des Tracks mit ihm ein wenig laufen und teilweise sogar galoppieren. Doch sobald man an den Ausgang kam ging das Theater wieder los. Schon ein wenig anstrengend… Das Bild der Woche zeigt man wieder den Kampf mit Neil, der stur einfach nur zurück wollte. Tja, was soll ich sagen, den Kampf habe ich zwar am Ende gewonnen und wir sind tatsächlich am Ende um den Track herum gekommen, aber das war ein echt harter Kampf.

Tamborine - Woche 7

Sonntag, 20.12.2015

Diese Woche begann mit einem langen Morgen. 
Nachdem wir Wassa trainiert haben ging es an den Track, der leider nicht so gut war wie am Anfang gedacht und Richard daher nicht noch eines der Pferde raus schicken wollte, bevor wir den Track nicht bearbeitet haben. Während Ciara drinnen mit Ron frühstückte, brachte Richard Sand von einer Seite des Tracks auf die andere Seite, wo wir die Löcher füllten und den Track lauffertig machten. Nach etwa einer Stunde war der Track dann soweit repariert, dass Richard mit den Pferden an den Jogger konnte. Wenigstens der Rest des Tages war entspannend. Nachdem Neil neue Schuuhe bekommen hat war der restliche Tag auch frei zum Entspannen.

Nach einem ruhigen Dienstag ging es Mittwoch wieder zum Rennen, wo Barney einen zweiten Platz machte und die beiden anderen zwar keine Platzierung schafften aber ein tolles Rennen ablieferten. Da die Pferde alle hintereinander liefen war es ein stressiges, langes Rennen. Doch wie immer war es super!

Am Donnerstag durften wir dann ausschlafen. Da die drei Rennpferde frei hatten und Richard nicht mit den zwei Pferden wegen dem erneut schlechten Track an den Jogger wollte haben auch die anderen Pferde frei bekommen. Somit war kein Training sondern nur Fütterung angesagt, weshalb Ciara und ich den Morgen frei bekommen haben. Auch am Mittag hatten wir wie jeden Donnerstag vier Stunden frei und beschlossen ein wenig die Gegend zu erkunden. Wir fuhren nach Beaudesert und Canungra, schlenderten ein wenig durch die Orte und aßen was kleines zu Mittag. Am Abend ging es für mich mal wieder aufs Pferd. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist Ronnie mittlerweile so artig, dass ich problemlos mit ihm ausreiten kann. Heute blieben wir auf dem Track und machten ein paar Runden auf dem Track. Anders als andere Pferde scheint Ronnie kein Traben zu kennen und sprintet direkt im Galopp los. Nach bereits wenigen Metern nimmt er dabei so eine dermaßen hohe Geschwindigkeit auf, dass man das Gefühl hat man würde fliegen. Bei dem schnellen Galopp schafft man es nicht mal, ab und an abzusetzen. Statt dessen hockt man wie ein Rennjockey überm Sattel und genießt den Wind, der einem ins Gesicht schlägt. Ein echter Spaß, der doch ein wenig beängstigend war. Denn Ronnie wieder zu stoppen war eine Sache der Unmöglichkeit! Einmal in Fahrt war es nur mit aller größter Mühe möglich, ihn wieder zu beruhigen. Aber trotz allem ein tolles Gefühl!

Samstag gab es dann mal wieder ein wenig Arbeit zwischen dem Training. Das eine Rad am Wagen, mit dm Richard trainiert war schon einige Tage nicht ganz heile. Mehrere Speichen hatten sich bereits verabschiedet und am Samstag kam dann, was kommen musste. Beim Warmlaufen mit Bart sah und hörte ich nur den Reifen wackeln wie sonst was und ich wollte grade Richard hinterher schreien als ich bemerkte, dass auch er das ganze schon beobachtet hat. Mit ein bisschen Schrecken hoffte ich nur, dass er nicht so verrückt war um das Training fort zu setzen. Doch am Ende der nächsten Runde kam er wieder rein und es ging ans Reifen wechseln. Das erste Problem: der einzige Reifen, den Richard noch hatte war an dem alten Wagen, der mittlerweile komplett verrostet war. Mit einigem Tricksen, Hämmern und Schlagen haben wir es dann endlich geschafft, den Reifen zu wechseln als das zweite Problem auftauchte: DasLoch in der Gabel des Wagens war zu klein für den neuen Reifen. Mit schwerem Geschütz haben wir aber auch das gemeistert und Richard konnte das Training mit dem bereits ungeduldigen Bart beenden.

Als Abschluss der Wochewar wieder ein normaler, ruhiger Tag angesagt, der mit einem wieder tollen Ausritt mit Ronnie beendet wurde.

Ein Tag auf dem Pferdegestüt (Woche 7)

Freitag, 18.12.2015

05:20     Wie jeden Tag um diese Zeit ist es auch heute Zeit auf zu stehen.

05:35     Heute sollte eigentlich Neil auf den Track, doch dieser ist durch den ganzen Regen in der Nacht so schlecht, dass er mit den anderen an den Jogger geht. Ich gehe also wie üblich hinunter und hole Patrick und Annie. Ich schnalle sie an den Jogger, nehme ihnen die Decke ab und reinige die Hufe. Auch die anderen Pferde sind bereits fertig und Richard kann los legen. Für mich ist erst einmal freie Zeit angesagt.

06:35     Ich habe schon artig das Frühstück vorbereitet und fleißig gewertet, bis Richard fertig ist. Endlich ist es soweit und ich gehe hinüber und warte darauf, dass Richard das erste Pferd abgeduscht hat um es zu trocknen. Während Richard wie immer die Pferde abduscht trocknen die Mädels die Pferde wieder ab. Anschließend schnappe ich mir Patrick und Annie und bringe sie zurück zur Koppel, wo Lorraine bereits das Futter vors Tor gestellt hat. Danach ist die Arbeit für den Morgen erledigt. Ging echt schnell. Schade. Ich hab ja doch mehr Spaß daran, wenn es mehr zu tun gibt. Aber was soll’s…

07:30     Ron und Ciara sind bereits am Frühstückstisch. Ich bereite schnell mein eigenes Frühstück zu und setze mich zu ihnen. Gemeinsam beenden wir das Frühstück und haben dann wie immer entspannende Stunden vor uns.

10:20     Richards Schwester Marie-Anne und ihre Tochter Dominique kommen zu Besuch. Wir sitzen alle im Wohnzimmer und quatschen die meiste Zeit über Weihnachten, das bald vor der Tür steht.

12:00     Da Rons Physio um kurz vor 1 kommt ist es Zeit fürs Mittagessen. Wir setzen uns alle an den Tisch, essen alle eine Kleinigkeit und unterhalten uns weiter.

12:45     Rons Physio ist da und Marie-Anne macht sich auf den Weg heim. Ein toller Besuch! Ich sitze noch eine Weile mit Denise im Wohnzimmer, bevor auch sie weiter zieht. Ron geht nach der Sporteinheit direkt wieder ins Bett und Ciara und ich haben eine Weile zum Ausruhen.

13:40     Bevor ich noch einschlafe mache ich mich fertig und gehe raus, um die Wassereimer zu reinigen. Mit ein wenig Musik geht das alles auch gleich viel besser. Mit guter Laune reinige ich einen Eimer nach dem anderen bis ich beim letzten angekommen bin. Ich reinige die Wanne von Patrick und Annie und lasse das Wasser einlaufen. Die Sonne brennt auf meiner Haut, sogar für meinen Geschmack ein wenig zu viel. Nach gefühlt einer Stunde ist die Wanne endlich voll und ich gehe wieder zurück ins Haus für eine kurze Abkühlung im klimatisierten Wohnzimmer.

14:20     Es geht wieder raus in die Sonne zu meinem jährlichen Fotoshooting. Diesmal aber ein ganz besonderes, denn diesmal sind die Pferde im Vordergrund. Ein echter Spaß mit den Pferden, die nicht alle immer so begeistert sind wie wir. Aber trotz allem schaffen wir es tatsächlich von allen Pferden tolle Bilder zu machen und so kehren wir schon nach einer Stunde wieder um und genießen erneut die kühle Luft im Wohnzimmer.

16:20     Mal wieder Zeit zum Füttern. Wir gehen raus und bringen Wassa und Neil in die Ställe und bereiten schon mal die Eimer vor für die Fütterung. Mit drei Leuten ist die Fütterung wie immer schnell gemacht und schon wieder ist ein Arbeitstag vorbei.

17:30     Eine kleine Dusche für jeden von uns war noch drin, bevor es mal wieder raus ins warme Wetter geht, denn heute geht es zum BBQ bei Richards Tochter Sarah. Sie hatte spontan überlegt ein BBQ zu machen und Richard hat spontan für uns zugesagt. Mein erstes, richtiges BBQ mit Australiern. Ich freu mich drauf!

17:45     Nur wenige Minuten entfernt ist das Haus und das Grundstück von Sarah und Mark. Nachdem alles Essen und Trinken ausgepackt und Ron sich hingesetzt hat, macht Richard einen Rundgang mit uns, um uns das Anwesen zu zeigen. Begleitet werden wir dabei von Sarahs beiden Hunden und den drei Kindern Cora, Louis und Harvey. Wir laufen eine Weile über die weite Wiese zu einem kleinen Wäldchen, wo deren Ponys stehen. Dabei laufen wir durch einen Bereich mit einiges Disteln. Ne nicht so angenehme Sache mit den Flip-Flops, die wir an unseren Füßen haben, aber irgendwie sind die nicht so fies wie unsere deutschen. Tja, nicht alles hier in Australien will einen töten ;) Als Cora die Disteln bemerkt fängt sie sofort an zu jammern, sie könne nicht weiter gehen. Richard ist bereits auf dem Weg weiter und somit drehe ich mich zu Cora um und frag sie, ob ich sie tragen soll. Sie schaut mich eine Sekunde schüchtern an, nickt dann und springt beinahe auf meinen Arm. Ich trage sie die ganze Zeit und darf sie erst absetzen, als wir wieder am Haus sind, wo sie freudig zu ihrer Mami zurück läuft. Eine echt - wie ich später feststellen darf – absolut verwöhnte, kleine Prinzessin. Aber so süß wie ein Welpe, man will sie einfach nur knuddeln!

18:50     Ich sitze mit Ciara und Ron auf der Veranda und schaue den Männern beim Cricket spielen zu, als Richard hinüber schreit, sie würden noch Feldspieler brauchen. Ciara und ich schauen uns verwirrt an und machen uns auf den Weg obwohl wir beide absolut keine Ahnung haben, was wir machen müssen. Als ich Richard frage meint er nur: „Du musst den Ball fangen und versuchen die Sticks hinter dem Schläger abzuwerfen.“ Ok, denk ich mir, das ist ja nicht so kompliziert. Es geht also los und der erste Ball geht auch schon direkt in meine Richtung. Ich fange den Ball und werfe tatsächlich die Sticks ab. Ein wenig Handballerin steckt wohl doch noch in mir. Voller Staunen schauen mich alle an während ich nur da stehe und keine Ahnung habe, was nun passiert. Hätte ich es gewusst, hätte ich wahrscheinlich nicht wirklich nach den Sticks geschmissen, denn nun war ich dran mit Schlagen! Nach einer kleinen Einweisung, wie ich zu stehen habe und was ich zu tun habe ging es für mich los. Nach ein paar misslungenen Versuchen ging es dann aber los und ich traf viele Bälle und machte einiges an Punkten. Anschließend war Ciara dran, die sich ebenfalls recht gut schlug. Die Partie war dann allerdings recht schnell vorbei, als Harley den Ball schlug und er nicht mehr aufzufinden war. Schade, das Spiel hat echt Spaß gemacht.

 

20:15     Wir sitzen alle draußen und die Kinder toben drinnen als die Zwillinge heraus kommen und plötzlich eine der Mädels schreit. Sie hat einen Weihnachtskäfer entdeckt. Diese Käfer glitzern richtig schön und sind nur um Weihnachten herum zu sehen. Die Kinder sind alle begeistert und drücken auf den armen Käfern herum, die auf meiner Hand oder auf Richards Hand herumkrabbeln. Zu putzig die Kleinen.

20:35     Nun ist es endlich Zeit fürs Essen. Das Fleisch und die Würsten stehen bereit, Salat und Brötchen sind aufgetischt und alle schlagen ordentlich zu. Wir essen und quatschen und haben eine Menge Spaß. Nach dem großen Essen war dann noch ein wenig Nachtisch angesagt; lecker Wassermelone und ein paar Kekse.

22:30     Ron ist sichtlich müde und somit geht es nach Hause. Ein toller Abend an einem wie immer tollen Tag in Tamborine!

Bild der Woche 47

Sonntag, 13.12.2015

Das Bild der Woche entstand am Freitag. Es war wieder einmal Renntag. Diesmal ging Wassa an den Start. Doch das Tolle war diesmal weniger das Rennen, auch wenn das wieder genial war. Dieses Mal waren ein paar aus der Familie da. Gary, Richards Bruder, war ja schon öfter mit bei den Rennen. Heute begleitete ihn Harry, der Bruder seiner Frau. Außerdem waren der Sohn eines Bruders und dessen Kinder Holly und Tom da. Tom kannte ich ja schon von vorheriger Woche und wir freuten uns beide, dass man sich wieder sah. Als es Zeit für das Rennen war setzte ich mich zu Tom, der alleine in der Reihe saß. Nach ein paar Minuten Unterhaltung fragte er mich, wie lange ich noch bleiben würde und ich sagte ihm, dass ich nach Weihnachten gehen würde. „Hm“, sagte er mit gesenktem Kopf. Nach wenigen Sekunden drehte er sich freudestrahlend zu mir um und meinte: „du musst auf jeden Fall wieder kommen und mich besuchen!“ „Versprochen! Wenn ich wieder komme besuche ich dich“ antwortete ich. „Dann musst du mich aber auch mal besuchen kommen, wenn du mal in Deutschland bist.“ Schlug ich ihm vor und mit einem noch größeren Grinsen versicherte er mir: „Ja, ich werde mit Mom und Dad reden, dass wir die nächsten Jahre mal nach Deutschland reisen müssen!“ So knuffig der kleine!

Auch die anderen waren wie immer super lieb. Nach einem guten Rennen von Wassa – er schaffte es auf Platz 3 – gratulierten alle Richard für den Erfolg. Ich ging wie immer hinter ihm mit zurück zum Stall um Wassa in Empfang zu nehmen und das Equipment ab zu nehmen und zu säubern, als mir plötzlich auch alle gratulierten. Auch auf dem Weg meinte Richard zu mir: „Gratuliere, gute Arbeit!“. Absolut genial :D

Der Tag war wie immer super, doch das beste an dem Tag war das Ereignis, dass zum Bild der Woche führte. Neben all den anderen Besuchern gab es einen besonderen heute im Rennstall. Nach vielen Monaten konnte endlich Ron wieder mit zu einem Rennen. Auch wenn er sich ein wenig dagegen stäubte, dass er im Rollstuhl zum Rennen musste und nicht laufen durfte, war er doch mehr als glücklich wieder bei einem Rennen zu sein, wie man recht gut auf dem Bild erkennt, wie ich meine.

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